Prinzess.chen
Ich habe jetzt Ferien

Osterferien. Bis zum 10. April. 16 Tage. Und ich kann mich nicht entscheiden.

Ist das zu kurz?

Klar, Ferien sind immer zu kurz. Waren sie jedenfalls früher für mich. Weil ich da Sachen gemacht hab. Wir sind in den Urlaub geflogen, haben meine Patentante besucht oder irgendwelche anderen Ausflüge gemacht. Ich damals, mit meinen Eltern... oder nur mit einem Teil, aber egal. Heute hab ich diese verbindung mit meinen Eltern nicht mehr. Meine Eltern sind meine biologischen Eltern, aber gefühlte Mitbewohner. Sie sind da, sie sind ganz nett aber sie nerven auch total wenn sie nicht aufräumen oder meine Puddings essen.

Meine Mutter ist wie meine beste Freundin. Ob es so ist weil es so ist oder weil ich irgendwie den Draht zu meinen anderen Freundinnen verloren habe weiß ich nicht. Jedenfalls nervt sie manchmal auch tierisch.

Mein Vater ist im Moment wie der komische Typ in deiner Klasse, der in dich verknallt ist oder so. Er versucht es immer mir recht zu machen und betüdelt mich dabei so dermaßen dass es nur noch nervt. Er tut nichts anderes als mich zu nerven. Ob dass so ist weil er keinen zum reden hat, weiß ich nicht. Jedenfalls meint er es nur gut.

Es ist schlimm für mich dass ich zu den meisten Menschen in meiner Umgebung nicht die Beziehung habe, die ich (meiner Meinung nach) zu ihnen haben sollte.

Meine Eltern fühlen sich manchmal wie meine Kinder an. Ich schaue ihnen zu wie sie abends ausgehen, während ich noch arbeite und ihnen sage sie sollen nicht so lange weg bleiben. Ich schreibe die Einkaufslisten und gucke ob noch Eier und Milch da sind. Niemand sonst achtet darauf. Gut dass ich wenigstens nicht mehr kochen muss. Das sind die einzigen Momente in denen ich mich wie die Tochter meiner Eltern fühle. Außer mein Vater versucht wieder Vater zu spielen, was er im Moment andauernd tut, und was er spätestens seit er mich vor zwei Jahren als Vierzehnjährige für zwei Wochen in den Osterferien allein gelassen hatte, um in den Urlaub zu fliegen, nicht mehr nötig hat.

Meine besten Freundinnen habe ich wohl auch verloren. Wenn ich die eine auf dem Flur treffe haöten wir Small Talk als würden wir uns erst seit Anfang des Jahres kennen. Mit ihr über meine Probleme zu reden oder mich überhaupt länger als 30 Minuten mit ihr zu Unterhalten scheint mir im Moment so unmöglich wie eine Reise zum Mars. Und dabei war sie die jenige, die sagte wir entfernen uns von einander und dass unsere Freundschaft versickert. Und ich hielt dagegen. Bloss merke ich jetzt, dass es nichts mehr zum dagegenhalten gibt. Es ist als ob sie weggegangen wäre. Ein Tuch verband uns und ich flickte es und versuchte es zusammenzuhalten und damit war ich so beschäftigt, dass ich gar nicht merkte, wie sie ging. Sie ging einfach weg. Und aus der ferne scheint sie mir so anders. Und so schlimm. Würde ich sie nicht kennen oder gekannt haben, fände ich sie nicht sympathisch. Sondern aufgesetzt. Und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.

Die andere hielt ich bis vor kurzem für die einzige die ich noch hatte. Und dann schmeißt sie ne Party und lädt mich nicht ein. So banal es sein mag, hallo? Ein gemütliches zusammenkommen bei ihr zu hause... und ich bin einfach nicht eingeladen. Ohne ein wort zu sagen lässt sie mic außen vor und dafür wohl ihren neuen Freundeskreis (in dem ich auch Freunde habe!) immer weiter rein. Was soll dass werden? Will sie mir meine neuen Freunde wegnehmen? Weil sie weiß dass es mit der anderen ehemaligen besten Freundin auch nicht klappt? Wird das ein wettrüsten? Will sie meinen Status untergraben? Was war ihre absicht und warum ist sie so böse? Böse ist sie, nichts anderes. Fies, gemein, böswillig einfach schlecht, einfach böse. Und sowas macht man nicht ohne Absichten.

Die letzte ist eigentlich die einzige mit der ich noch so rede wie vorher. Das problem ist bloss, dass ich mich schon länger von ihr diestanziert hatte, weil sie alles was man ihr erzählt einmal gegen einen Verwendet. Sie ist auch böse. Aber sie tut wenigstens nicht so als ob sie es nicht wäre und man weiß warum sie böse ist (wenn auch nicht berechtigt). Diese beziehung ist einfach. Und deswegen halte ich an ihr fest. Sie besteht schon seit der Grundschule, ist mal tiefer und mal weniger tief, mal hassen wir uns und mal lieben wir uns und wir können nicht ohne einander. Ich lästere über keine Person mehr und bei niemandem tut es mir so weh wie wenn sie mich verletzt. Sie fordert mich und gelegentlich überbietet sie mich. Ich denke es hält sich die Waage. Wir inspirieren einander und dann konkurrieren wir wieder. Und im Grunde sind wir verschieden. Sehr. 

Ich wünschte es würde sich wieder zusammenfügen. So wie früher. Aber Menschen verändern sich und dagegen kann man nichts machen.

Aber muss man sich mit seiner neuen Rolle abfinden?

25.3.07 22:55
 


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